Kontext und aktuelle Lage
Was genau bedeutet “Forecast” im Bereich der erneuerbaren Energien?
Der Begriff „Forecast“ bedeutet wörtlich „Prognose“.
Im Kontext der erneuerbaren Energien versteht man darunter die kurzfristige Erzeugsprognose von PV- und Windanlagen, in der Regel kurzfristig im Zeitraum von Day-Ahead (D+1) bis zu acht Tagen (D+8).
Ziel ist es, die voraussichtliche Einspeisemenge einer Anlage vorab zu bestimmen. Dadurch können Marktteilnehmer wie Anlagen-/Netzbetreibern und Aggregatoren den Systemausgleich frühzeitig planen und aktiv steuern.
Auf welchen Daten basiert die Erzeugsprognose?
Die Erzeugsprognose basiert im Wesentlichen auf zwei Komponenten:
- Prognostizierte Wetterdaten: Sonneneinstrahlung, Windgeschwindigkeit und –richtung, Temperatur, usw.
- Anlagenproduktionsmodell: Ein modellhafter “digitaler Zwilling” der Anlage, der die Wetterdaten in prognostizierte Energierträge (kWh) umwandelt.
Ces données météo sont injectées dans un modèle physique propre à chaque installation (technologie, Diese Wetterdaten werden in ein an die jeweilige Anlage angepasstes physikalisches Modell eingespeist (unter Berücksichtigung von Leistung, Ausrichtung, Wirkungsgrad usw.). So entsteht eine realistische Schätzung der zukünftigen Stromproduktion.
Wozu dient der Forecast?
Wer benutzt den Forecast alltäglich?
Heute wird der Forecast hauptsächlich genutzt, um die Anforderungen der Netzbetreiber zu erfüllen.
Diese benötigen Informationen über die Energiemengen, die am Folgetag in das Netz eingespeist werden, um Folgendes frühzeitig planen zu können:
- Den Stromfluss
- Transportkapazitäten
- Regelmechanismen, die notwendig sind um Netzstabilität aufrecht zuerhalten.
Die Stromerzeuger stellen diese Prognosen bereit, damit der Netzbetreiber die Kontinuität und Sicherheit der Stromversorgung gewährleisten kann.
Wie reduziert der Forecast die Risiken für das Stromnetz?
Der Forecast dient nicht vorrangig dazu, die technische Leistung der Anlagen zu verbessern. Er hilft vor allem, die Unsicherheit im Hinblick auf das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage im Stromnetz zu verringern.
Durch die frühe Kenntnis der eingespeisten Energiemengen können:
- Netzbetreiber Engpässe oder Ungleichgewichte antizipieren,
- Regelmechanismen (Lastmanagement, Speicher, Produktionsanpassung) rechtzeitig aktiviert werden,
- Die Risikenvon Netzstörungen deutlich reduziert werden.
Eine Praxis, die historisch mit empfindlichen Netzen verbunden ist
Warum ist der Forecast in bestimmten Gebieten besonders kritisch?
Die Produktionsprognose wird historisch vor allem in nicht synchronisierten Netzen (Zones Non Interconnectées, ZNI) eingesetzt, wie z. B. in den französischen Überseegebieten.
Diese Gebiete sind nicht an das europäische Festlandsnetz angeschlossen und verfügen über kleinere, empfindlichere Netze, die auf Produktionsschwankungen besonders reagieren. In diesem Kontext gilt:
- Plötzliche Produktionsänderungen können die Netzfrequenz destabilisieren.
- Ausschreibungen berücksichtigen bereits strenge Anforderungen an die Prognosegenauigkeit.
Heute, mit dem zunehmenden Ausbau variabler erneuerbarer Energien (Solar, Wind) auch auf dem französischen Festland, treten diese Herausforderungen zunehmend auch in großen Netzen auf, die eine immer vielfältigere Quellenlandschaft managen müssen.
Reifegrad und Perspektiven des Forecasts
Wie hoch ist der aktuelle Reifegrad des Forecasts?
Heute ist das Angebot an Forecast-Lösungen weiter entwickelt als die tatsächliche Nachfrage:
- Es existieren zahlreiche Lösungen für Wetter- und Produktionsprognosen.
- Die regulatorischen Anforderungen bleiben jedoch noch begrenzt.
Daher besteht derzeit kein großer Druck auf die Produzenten, sich mit Forecast-Lösungen auszustatten, da Kontrollen und mögliche Sanktionen gering oder nicht existent sind.
Diese Situation wird sich jedoch voraussichtlich ändern:
Sollten Netzbetreiber strengere Kontrollen einführen und finanzielle Sanktionen bei signifikanten Abweichungen zwischen Prognose und Realität verhängen, wird die Nachfrage nach Forecast-Lösungen in den kommenden Jahren stark steigen.
Das Forecast-Angebot von S4E SOFTWARE
Wie funktioniert das Forecast-Angebot von S4E SOFTWARE?
Das Forecast-Angebot basiert auf:
- Wetterdaten von Meteonorm: Diese liefern Wetterprognosen von D+1 bis D+8 mit einer zeitlichen Auflösung von 15 Minuten.
- Integration dieser Daten in das Produktionsmodell jeder im Energysoft-System erfassten Anlage.
Ergebnis: Eine standortspezifische Prognose der Energieproduktion in kWh für jede einzelne Anlage.
Welchen Nutzen hat der Forecast für Energieerzeuger?
Warum sollte ein Energieerzeuger Forecasting einsetzen?
Über regulatorische Anforderungen hinaus ist kann der Forecast ein echtes strategisches Instrument sein. Er ermöglicht insbesondere:
- Die frühzeitige Einschätzung des Gleichgewichts zwischen Erzeugung und Verbrauch.
- Die Anpassung des Anlagenbetriebs an Netzanforderungen und Marktpreise.
- Die Optimierung zwischen Einspeisung, Leistungsbegrenzung oder Speicherung.
Am Vortag (D+1) erlaubt der Forecast Erzeugern somit zu entscheiden:
- Bestimmte Anlagen zu drosseln oder vorübergehend abzuschalten.
- Die Produktion gezielt zu glätten.
- Oder Energie zu speichern, wenn eine geringe Nachfrage erwartet wird.
Le Der Forecast wird damit nicht nur zu einem Instrument der regulatorischen Konformität, sondern auch zu einem strategischen Hebel für das aktive Energiemanagement.





